In der Schweiz gilt seit vielen Jahren der ungeschriebene Generationenvertrag. Damit ist die Solidarität zwischen den jüngeren und den älteren Generationen gemeint. Bereits heute ist diese Solidarität jedoch keine Selbstverständlichkeit mehr; viele Junge glauben nicht mehr daran, dass sie dereinst noch eine Rente erhalten werden.

Die Altersvorsorge 2020, über die wir am 24. September abstimmen, bricht nun diesen ungeschriebenen Vertrag vollends, zumal die Hauptlast der Reform auf die nächsten Generationen abgeschoben wird. Unsere Nachkommen werden den unterfinanzierten AHV-Ausbau bezahlen müssen, ohne dass ihre eigene Altersvorsorge gesichert ist. Das ist meines Erachtens nicht zu verantworten.

Es wäre die Aufgabe der heutigen Bundespolitiker, die Besorgnis der Jungen ernst zu nehmen und die AHV nachhaltig zu sanieren. Doch stattdessen werden mit der Altersvorsorge 2020 die AHV-Renten auf Kosten kommender Generationen erhöht und die strukturellen Probleme zusätzlich verschärft. Dazu gibt es meines Erachtens nur eine Antwort: 2 x Nein!

von Christian Werner, Gemeinde- und Kantonsrat, Olten

06.09.2017 | 8971 Aufrufe