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Ständeratswahl: SVP tritt zum zweiten Wahlgang an

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Die Parteileitung der SVP hat am Dienstagabend entschieden, zum zweiten Wahlgang um einen Sitz im Ständerat anzutreten. Dies jedoch nicht mit Nationalrat Roland Borer. Er hat auf eigenen Wunsch auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Der Name des SVP Kandidaten wird später bekannt gegeben.

Nach einer Analyse der Wahlergebnisse des ersten Wahlgangs gehen Roland Borer und die SVP davon aus, mit einem anderen Kandidaten im zweiten Wahlgang mehr Erfolg zu haben. Deshalb wechselt die Volkspartei den Kandidaten aus.

Folgende Gründe führten zum Entscheid:

  1. Der SP-Kandidat dürfte sein Stimmenpotenzial im linken Lager ausgeschöpft haben.
  2. Der CVP-Kandidat ist kein bürgerlicher Kandidat. Er ist bisher im Kantonsrat weder als Kämpfer, noch als besonders bürgerlich oder wirtschaftsfreundlich aufgefallen - im Gegenteil. Er half in den letzten Jahren an vorderster Front mit, die CVP zur "Schwesterpartei" der SP zu machen und verhinderte mit seinem Stimmverhalten bürgerliche Mehrheiten. In vier von fünf Abstimmungen im Kantonsrat stimmt die CVP-Regenbogenfraktion heute jeweils mit den Linken zusammen.
  3. Die SVP will verhindern, dass mit Roland Fürst ein weiterer CVP-Mann in den Ständerat gewählt wird, der dort als strammer Parteisoldat mithilft, den Freisinnigen einen zweiten Bundesrat abzujagen oder SVP Bundesräte abzuwählen, respektive ihr nicht genehme Bundesrätinnen unterzujubeln. Dieses machtgeile Treiben der CVP muss gestoppt werden.
  4. Der SP- wie der CVP-Kandidat politisieren und ticken klar links. Deshalb ist die SVP überzeugt, den einzigen bürgerlichen Ständeratskandidaten zu stellen.

Aus diesen Gründen ist die SVP gegenüber den Wählerinnen und Wählern sogar verpflichtet, wieder zur Wahl anzutreten. Mit welchem Kandidat sie dies tun wird, gibt die SVP später bekannt. Es müssen noch einige wahlstrategische Fragen geklärt werden.

Weitere Auskünfte:
Kantonsrat Heinz Müller, Parteipräsident,
Tel. 079 211 88 80

01.12.2009, 22:33 von admin | 437 Aufrufe

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